Begriffserklärungen!

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Felge

Die Felge ist der Teil der Laufrades, der den Reifen aufnimmt und mittels der Speichen mit der Nabe verbunden ist und ist aus Stahlblech oder  Aluminium, seltener aus  Titan oder Carbon gefertigt.

Je nach Ausführung unterscheidet man zwischen U-Profilen, Tiefbettprofilen, Kastenprofilen oder Tropfenprofilen

U- und Tiefbettprofile werden bei einfachen, günstigen Rädern und meist nur bei Stahlfelgen verbaut.

Kasten- oder auch Hohlkammerfelgen sind meist aus Aluminium, die einen kastenartigen Hohlraum besitzen. Mit zunehmendem Volumen der Hohlkammer stiegt die Verdrehsteifigkeit der Felge. In der Praxis macht sich dieser Zugewinn an Steifigkeit in einer deutlich geringeren Speichenbruchrate sowie in kaum erforderlichem  Nachzentrieren bemerkbar.

Hohlkammerfelgen werden aus diesem Grund grundsätzlich bei höherwertigen Rädern eingesetzt (mittlere bis obere Preisklasse).

Felgen mit Tropfenprofilen besitzen ein gerundetes Dreiecksprofil. Es erweist sich als aerodynamisch günstig und besitzt eine sehr gute Verwindungssteifigkeit. Bei Tropfenfelgen läßt sich daher die Speichenzahl weiter reduzieren als bei anderen Felgenprofilen.

Kastenfelge

Eine Kastenfelge ist eine Felge mit einem rechteckigen Hohlraum im Querschnitt. Die Felge wird dadurch steifer, wodurch das Laufrad insgesamt belastbarer und stabiler wird, der Fahrkomfort wird erhöht.

Pedelec

PEDELEC steht für "Pedal Electric Cycle" und ist die Bezeichnung für ein Elektrofahrrad, das mit Muskelkraft UND Elektromotor angetrieben wird.
Der Pedelec Motor gibt ohne Treten keine Leistung ab, das heißt Sie müssen in die Pedale treten und dann unterstützt der Motor je nach eingestellter Unterstützungsstufe Ihre Pedalbewegung. Geregelt wird die unterstützende Kraft durch einen Geschwindigkeitssensor (Drehbewegungserkennung) im Bereich der Pedale. Die elektrische Energie für den Antrieb des Motors kommt aus einem Akkumulator.

Schaltung

Als Schaltung wird ein schaltbares Übersetzungsgetriebe bezeichnet, bei dem meist mit Hilfe von verschieden großen Zahnrädern die Übersetzung zwischen Tretkurbel und Hinterrad verändert wird. Dadurch kann der Radfahrer bei unterschiedlichen Streckenverhältnissen und Fahrgeschwindigkeiten in einem für ihn günstigen Geschwindigkeits- und Kraftbereich treten und halbwegs munter den Boxenstopp beim Erfrischungsstand seines Vertrauens antreten.

Die Kettenschaltung ist das am häufigsten verwendete Fahrradgetriebe. Sie wird meistens als alleinige Schaltmöglichkeit verwendet, kann aber auch mit einer Nabenschaltung oder Tretlagerschaltung kombiniert werden. Hersteller von Schaltungen sind beispielsweise Shimano, Campagnolo, SRAM (früher bekannt als Sachs) oder FSA.

Nun noch eine Anmerkung: Mehr Gänge bedeuten NICHT, daß sie schneller fahren können!!

Kettenschaltung

Bei der Kettenschaltung wird die Übersetzung durch Positionierung der Ketten auf ein anderes Kettenrad verändert.

Dabei kann sowohl an der hinteren Nabe ein Zahnkranz mit mehreren Zahnscheiben (Ritzel) montiert sein als auch einer beim Tretlager (Kranz), die über Schaltkulisse und Werfer in die verschiedenen Kombinationen gebracht werden.

Aktuell werden bei Stadträdern meist 3 oder 7 Gänge (keine Schaltung am Tretlager, 3-7 Ritzel hinten), bei Mountainbikes häufig 21 Gänge (3 Kränze und 7 Ritzel) und bei Rennrädern bis zu 33 Gänge verbaut (3 Kränze und 11 Ritzel) verbaut.

Im Laufe der Jahrzehnte der Entwicklung wurden unzählige verschiedene Ausführungen des Schaltmechanismus entwickelt, manchmal ähnlich einer Mode folgend.

Akku

AKKUMULATOR: auch kurz Akku ist der Energiespeicher für den Antrieb des Motors. Im Moment werden für den Antrieb von Elektrofahrrädern hauptsächlich folgende Akku Arten verwendet:

  • Lithium-Ionen (LiIon),
  • Lithium Mangan (LiMn),
  • Lithium Polymer (LiPo),
  • LithiumEisenPhosphat (LiFePo).
Bleiakkus wie bei Autos sind aufgrund der geringen Energiedichte (W/kg) nicht geeignet und finden Sie heute nur mehr in Billigstimportware beim Diskonter!

Mehr Details finden Sie auf Wikipedia

Elektrofahrrad

ELEKTROFAHRRAD: Das ist ein Fahrrad mit zusätzlich eingebautem Elektromotor. Der Motor muss mit elektrischer Energie versorgt werden, was meist über einen abnehmbaren Akku geschieht.

Hollandrad

Als Hollandrad bezeichnet man Fahrräder niederländischer Bauart, die sich insbesondere durch eine aufrechte Sitzposition des Fahrers auszeichnen und in dem Ruf stehen, besonders robust und qualitativ hochwertig zu sein. Charakteristisch sind Vollkettenschutz und Hinterrad-Seitenverkleidung.

Hollandräder sind eine stabile und komfortable Fahrradgattung, die sich großer Beliebtheit erfreuen (siehe dazu auch Wikipedia)

Felgenbremse V-Brake

Die meisten aktuellen Fahrrader sind mit Felgenbremsen ausgestattet, unabhängig von der Art des Rades. Dabei befinden sich gegenüberliegende Bremsklötze genau auf Höhe der Felge, die beim Bremsen auf die beiden Felgenflanken gepresst werden.

Wichtig für die einwandfreie Funktion ist dabei ein gut zentriertes Laufrad, damit die Bremswirkung gleichmäßig und effizient ist. Ein sogenannter "Achter" kann dabei sich so negativ beim Bremsen auswirken, dass es zum Sturz kommt.

Im Laufe der Zeit wurde verschiedenste Bauformen für Felgenbremsen entwickelt.

Nabenmotor

Ein Radnabenmotor ist ein Motor, der direkt in ein Rad eines Fahrzeuges eingebaut ist und gleichzeitig die Radnabe trägt, so dass ein Teil des Motors, bei Elektro-Radnabenmotoren als Außenläufer, mit dem Rad umläuft.

Trommelbremse

Die Trommelbremse besteht aus einer in die Nabe eingefrästen Bremstrommel und darin eingepasste Bremsbacken (mit den Bremsbelägen). Beim Bremsen werden diese Backen über einen Umlenkhebel gegen die Trommel gedrückt und erzeugen so die nötige Reibung um das Rad zu Verzögern.

Aus konstruktiver Sicht ist eine Fahrrad-Trommelbremse identisch mit der Trommelbremse eines Motorrades . Trommelbremsen bilden eine Einheit mit der Nabe, so dass man auch von Trommelbremsnaben spricht.

Nabenschaltung

Als Nabenschaltungwird eine Gangschaltung bezeichnet, die geschlossen in der Hinterradnabe eingebaut ist. Früher wurde diese Schaltung auch bei Motorrädern verwendet, heute ausschließlich bei Fahrrädern.

Im Gegensatz zu Kettenschaltung ist dabei der gesamte Getriebeaufbau innerhalb der Nabe verbaut und somit sehr gut vor Beschädigungen und Verschmutzung geschützt. Eine Innenschaltung (technisch korrekt "Nabenschaltung") zeichnet sich daher durch Zuverlässigkeit und Wartungsfreundlichkeit aus und der Verschleiß ist im Gegensatz zur Kettenschaltung sehr gering.

Der Nachteil ergibt sich, wenn die Schaltung getauscht werden soll (zB aufgrund eines Defekts), weil dabei eine neue Nabe eingespeicht werden und das Laufrad neu zentriert werden muss.

Innengangschaltung

siehe Nabenschaltung